Was ist bei der Migration auf S/4 HANA zu beachten?

In den kommenden Jahren sind viele Unternehmen mit dem Umstieg auf SAP S/4 HANA konfrontiert. Diese Aufgabe ist oftmals sehr komplex und kann unerwartete Probleme mit sich bringen. Falls Sie mit SAP R/3 oder SAP ECC arbeiten, dann ist es sinnvoll, sich rechtzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen. Die Migration nimmt oftmals viele Monate in Anspruch. Aus diesem Grund sollte das Projekt Migration rechtzeitig gestartet werden.

Die Ausgangssituation: Darum ist ein Plan für die Migration erforderlich

In vielen Unternehmen ist nach wie vor SAP ERP 6.0 oder die SAP R/3 Standardsoftware im Einsatz. Diese Softwarelösungen gehen teilweise bis auf das Jahr 1993 zurück, als SAP die erste Version von R/3 veröffentlichte. Bis Ende 2026 plant SAP nun, den Kundensupport für diese Plattformen einzustellen. Als neue Lösung steht SAP S/4 HANA bereit. Diese ERP-Software ist bereits seit 2015 auf dem Markt und wird bisher parallel gefahren.

Durch die Beendigung des Supports ist ein Umstieg auf ein neues ERP-System erforderlich. S/4 HANA unterscheidet sich jedoch grundlegend von dem Vorgänger SAP ECC. So baut SAP R/3 auf einem traditionellen Client-Server-Modell auf. Charakteristisch sind zudem zahlreiche zusätzliche Module und oftmals auch eigenständige Anwendungen sowie Erweiterungen, die in das System integriert wurden. Dazu erfolgt der Aufbau auf Datenbanklösungen, die von Oracle, Microsoft oder IBM stammen. S/4 hingegen basiert auf der eigenen In-Memory Datenbank HANA und setzt auf ein Konzept von schmaleren Strukturen. Eine direkte Migration der Datenbanken zwischen den Systemen ist somit nicht möglich. Gleiches gilt für viele Prozesse, die in ECC oder R/3 mit Bordmitteln sowie anderweitigen Lösungen entworfen wurden.

Diese Herausforderungen und Probleme warten bei der Migration auf SAP S/4 HANA

Bei der Migration von SAP ECC auf den Nachfolger haben Sie die Wahl zwischen dem Greenfield- und dem Brownfield-Ansatz. Bei dem Brownfield-Ansatz handelt es sich um eine Migration der vorhandenen Landschaft unter weitestgehender Beibehaltung der Strukturen. Der Greenfield-Ansatz hingegen setzt auf einen kompletten Neuaufbau und vollständigen Wechsel zu einem festgelegten Zeitpunkt auf S/4 HANA.

Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile, die jeweils konkret analysiert werden wollen. Grob gesagt lässt sich der Greenfield-Ansatz schneller realisieren, er erfordert jedoch den vollständigen Neuaufbau der Strukturen und die Integration in die vorhandene Infrastruktur. Beim Brownfield-Ansatz wird eine Zeit lang ein Parallelbetrieb beider Plattformen angestrebt. Dieser Migrationsprozess zieht sich über einen längeren Zeitraum und verläuft in Etappen.

In beiden Fällen benötigen Sie jedoch Lösungen, um die Daten auf die neue Plattform zu transportieren. Bereits die Migration der reinen Daten stellt somit eine Herausforderung dar. Damit ist die gesamte Problematik des Plattformwechsels jedoch noch nicht erfasst. Es warten zahlreiche Aufgaben sowie Hindernisse, die bei einem Migrationsprozess berücksichtigt und gelöst werden wollen.

Ein solches Problem sind die gewachsenen Strukturen von SAP ECC. Sie setzen diese Software wahrscheinlich seit vielen Jahren ein. Tatsächlich gibt es Unternehmen, die seit mehr als 20 Jahren das gesamte Enterprise-Resource-Planning mit dieser SAP-Lösung abwickeln. Aus diesem Grund ist jede Migration ein individuelles Projekt mit enormem Umfang.

Diese gewachsenen Strukturen haben in den meisten Fällen zu einer Individualisierung der Plattform geführt. Viele Unternehmen haben im Laufe der Jahre zusätzliche Module und Anwendungen für SAP ECC entwickelt oder entwickeln lassen. Diese wurden tief in das System integriert. So weichen die Prozesse von den ursprünglichen Abläufen ab. Dies verändert auch die Datensätze, die in den Datenbanken des Systems gespeichert sind. Alleine deshalb gibt es keine Standardlösung für die Migration von Daten auf die neue Plattform von SAP.

Ein weiteres Problem, was mit den komplexen und individuellen Strukturen verknüpft ist, ist die Mitarbeiterfluktuation. Wahrscheinlich kommt es auch in Ihrem Unternehmen immer wieder zu Stellenwechseln bei den Mitarbeitenden. Bei einer Plattform wie SAP R/3, die Sie über viele Jahre oder Jahrzehnte begleitet hat, waren unterschiedliche Mitarbeitende verantwortlich für die Software. Die individuellen Veränderungen, besonders wenn diese lange zurückliegen, lassen sich also nicht mehr nachvollziehen. Gerade in den 1990er und 2000er Jahren haben die wenigsten Unternehmen auf eine präzise Dokumentation solcher individualisierten Plattformen geachtet. Eine Software Transparenz ist unter diesen Umständen also nicht gegeben.

Weiter erschwert wird die Migration durch die komplexen Geschäftsprozesse. Jedes Unternehmen verfügt über ganz eigene Mechanismen, die sich auch in der ERP-Plattform widerspiegeln. Auch in Ihrem Unternehmen finden sich ganz eigene Prozesse. Sie haben wahrscheinlich die digitalen Vorgänge in Ihrer ERP-Plattform auf diese Abläufe angepasst. Eine Migration auf SAP S/4 HANA erfordert es, diese Prozesse genau zu verstehen. Dies ist bereits für die Unternehmen selbst eine große Aufgabe. Der Wechsel von SAP ECC auf S/4 HANA erfordert es zudem, diese Geschäftsabläufe zu modifizieren. Wird externe Hilfe für den Migrationsprozess in Anspruch genommen, müssen die Dienstleister Methoden entwickeln, um für Software Transparenz zu sorgen und die Prozessabläufe zu erkennen und entsprechend in der neuen SAP Umgebung darzustellen.

So erleichtert Sysparency den Umstieg auf SAP S/4 HANA

Sysparency hat sich auf die Analyse von Softwaresystemen spezialisiert. Auf Basis einer solchen Analyse lässt sich eine individuelle Modernisierungsstrategie aufbauen. Hierbei kommt der Sysparency Algorithmus zum Einsatz, der in der Lage ist, die Funktionsweise von Softwaresystemen automatisiert zu analysieren. Über die Codeanalyse werden komplexe Softwareplattformen, wie es SAP ECC ist, transparent. Diese Vorgehensweise wird auch als Business Discovery bezeichnet. Dies ist bei einem Migrationsvorgang auf S/4 HANA ein sinnvoller Ansatz, denn so bringen Sie Transparenz in Ihre Prozesse.

Die Migration auf SAP S/4 HANA mit Sysparency läuft in mehreren Phasen ab. Diese lassen sich in vier Stufen unterteilen. Jede einzelne Stufe bringt zudem eine Reihe weiterer Aufgaben und Prozesse mit. So laufen Modernisierungsstrategien und Migrationsprozesse geordnet sowie geplant ab.

Die erste Phase ist die automatisierte Analyse und Extraktion der Geschäftsprozesse. Auf diesem Weg bringt die Software Transparenz in Ihre Abläufe und Prozesse. Hierfür hat Sysparency einen Algorithmus entwickelt, der automatisiert arbeitet. Dabei ist der spezielle Algorithmus in der Lage, die Funktionsweise einer Software anhand des Nutzungsverhaltens zu protokollieren. Dieser Ansatz ist im Bereich der Business Discovery einzigartig. Der Vorteil daran ist, dass die aufgezeichneten Ergebnisse praxisnah und somit für Fachabteilungen sowie das Management lesbar sind. Hier liegt eine der großen Stärken der Lösung, denn dies ermöglicht es Ihren Fachabteilungen, basierend auf der Dokumentation, den Neuaufbau der Prozesse im Migrationsprozess zu leiten. Eine solche Aufgabe ist auch für Personen ohne Softwareexpertise realisierbar. Der Algorithmus ermöglicht dabei eine schnelle und präzise Analyse aller Geschäftsprozesse. Gleichzeitig ist diese Analyse der Grundstein für den eigentlichen Migrationsprozess. Wenn alle Prozesse analysiert und somit transparent sind, ist ein Neuaufbau dieser in SAP möglich.

Im nächsten Schritt erstellt Sysparency eine Dokumentation der Software. Eine solche Dokumentation sorgt für Software Transparenz und ist auch langfristig sinnvoll. Struktur und Format sind individuell wählbar, von der Onlinedokumentation bis zum Word-Dokument. Während des Migrationsprozesses hilft die Dokumentation bei dem Design der Prozessstrukturen in der neuen Plattform. Auf Basis der Ergebnisse aus dem Business Discovery entsteht dann die weitere Strategie für die Modernisierung und Migration.

Anschließend beginnt die Analyse der vorhandenen Daten sowie der benötigten Schnittstellen. Hierbei wird festgestellt, welche Informationen sich über welche Schnittstellen in die neue Umgebung portieren lassen. Bei so komplexen Prozessen wie der Migration von SAP R/3 auf S/4 HANA gibt es immer wieder Szenarien, bei denen vorhandene Daten oder Prozesse nicht auf direktem Weg transferiert werden können. Diese werden in dieser Phase identifiziert und es werden individuelle Lösungen gefunden.

Dann erfolgt die Präzisierung der Zielvorstellungen. Hier wird bereits konkretisiert, welchen Aufbau die neuen Strukturen haben werden. Auch die präzisen Spezifikationen der Anforderungen werden in dieser Phase erstellt. Auf diese Weise stehen alle notwendigen Informationen bereit, die für die Projektplanung benötigt werden. Von dort aus beginnt die Umsetzung der eigentlichen Migration. Mit einem kontinuierlichen Modell der Continous Integration beginnt die stufenweise Migration einzelner Prozesse und Daten in die neue Umgebung von SAP. Hierbei geht Sysparency mit der Strategie „Design – Build – Test – Deploy“ vor. Diese Deployment-Pipeline wird konsequent über alle Module und Komponenten vollzogen, bis die Migration vollständig abgeschlossen ist und die neuen Strukturen wie gewünscht funktionieren.

Die Vorteile der Migration mit dem Sysparency Algorithmus

Die Softwareanalyse mit dem Sysparency Algorithmus hat gleichzeitig weitere Vorteile, von denen Sie während des Migrationsprozesses profitieren. So deckt der Sysparency Algorithmus potenzielle Sicherheitslücken in Ihren Prozessen auf. Dies gibt Ihnen die Gelegenheit, solche Probleme gemeinsam im Zuge der der Migration anzugehen. Dadurch steigern Sie direkt das Sicherheitsniveau Ihrer Prozesse. Ebenfalls erlaubt es die Prozessanalyse, die Abläufe auf die Effizienz zu kontrollieren. Gerade in unübersichtlichen Strukturen, die über viele Jahre gewachsen sind und an denen zahlreiche Personen gearbeitet haben, nisten sich unnötig komplexe und somit ineffiziente Abläufe ein. Dies gilt besonders für die Fachanwendungen. Hier deckt die Prozessanalyse von Sysparency ineffiziente Abläufe auf und sorgt für Software Transparenz. Nur durch eine Dokumentation und die genaue Prozessanalyse werden solche Punkte überhaupt sichtbar.

Auf diese Weise hilft Ihnen der Sysparency Algorithmus gleichzeitig bei der Steigerung der Effizienz und Sicherheit. Somit erreichen Sie durch eine Modernisierungsstrategie mit Sysparency nicht nur einen glatten Übergang auf die neuen Strukturen von SAP S/4 HANA, sondern steigern auch die Effizienz Ihrer Softwarelösung. Business Discovery hilft Ihnen und Ihren Fachabteilungen zudem dabei, zukünftige Entscheidungen in Bezug auf die Entwicklung von SAP zu treffen.

Zu den weiteren Vorteilen zählt, dass direkt eine WIKI für die Software entsteht. Dies gelingt durch den Prozess der Business Discovery. Alle Ihre digitalen Geschäftsprozesse werden über die Analyse in ihren einzelnen Bestandteilen sichtbar. Anschließend erfolgt die Dokumentation in einer WIKI für Software. In vielen Unternehmen fehlen solche Dokumentationen, die für Software Transparenz sorgen, was eigene Probleme mit sich bringt. Gerade bei der Weiterentwicklung der zukünftigen Plattform ist es wichtig, dass Sie sich auf verlässliche Informationen zu den Prozessabläufen stützen können. Diese Informationen liefert eine WIKI für Software. Somit schließen Sie Wissenslücken, die sich auftun, wenn Mitarbeitende Ihr Unternehmen verlassen. Neuen Mitarbeitenden, die als Verantwortliche für die SAP-Plattform zuständig sind, steht mit der WIKI für Software eine Quelle zur Verfügung, die als Dokumentation dient. Diese sorgt dafür, dass die individuellen Änderungen nachvollziehbar bleiben und alle Prozesse in Zukunft transparent sind.

Fazit

Der Plattformwechsel von SAP ECC auf S/4 HANA ist ein komplexes Großprojekt. Der Migrationsprozess zieht sich oft über viele Monate, teilweise sogar über mehr als ein Jahr hin. Mit dem Sysparency Algorithmus verkürzen Sie den Systemwechsel deutlich. Durch den hohen Grad an Automatisierung reduzieren sich Kosten und Aufwand der Migration auf die neue Umgebung. Falls Sie SAP R/3 oder mySAP ERP einsetzen und die Migration ansteht, dann nehmen Sie Kontakt zu Sysparency auf. Lassen Sie sich fachkundig über die Vorteile des Sysparency Algorithmus informieren und erfahren Sie, wie die Migration konkret bei Ihnen ablaufen könnte.

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